Austernperle finden

Die Chance, dass Sie den Hauptpreis in der Lotterie gewinnen, ist 1 zu 4,4 Millionen. Vielleicht ist es deshalb klüger, einen Urlaub in einem Ferienhaus im niederländischen Zeeland zu buchen und gut essen zu gehen. Dann ist die Wahrscheinlichkeit nämlich 1 zu 35 Tausend, dass Sie eine Perle in einer Auster entdecken!

Jedes Jahr kommt es ungefähr fünf Mal vor, dass ein Austernliebhaber solch eine harte glänzende Kugel in der Schale findet. Bei einer Auktion in der Schweiz wurde Ende 2018 eine alte tropfenförmige Perle für 32 Millionen Euro versteigert. Aber das war dann auch eine besonders große, die einst der französischen Königin Marie Antoinette gehörte.

Jahrhunderte alt
Die Auster ist eine der ältesten Tierarten auf dieser Erde. Man hat Fossilien von Austern gefunden, die mehr als 500 Millionen Jahre alt sind. Und das Tier gilt auch schon seit langem als ein wahrer Leckerbissen. Bei Ausgrabungen in der Nähe von Siedlungen von Jägern und Fischern, die 5000 v. Chr. in Südskandinavien lebten, wurden Berge von Austernschalen gefunden. Auch die Römer haben zu Beginn unserer Ära im Grenzgebiet zwischen den Niederlanden und Belgien viele Austern geerntet.

Austern aus der Provinz Zeeland
In Zeeland leben zwei Austernarten: die flache und die Creuse. Die Zeeuwse Platte Auster kann immer erst nach fünf bis sechs Jahren gegessen werden und ist darum seltsamer als die Zeeuwse Creuse. Diese Auster hat eine mehr gewölbte Schale und eine Wachstumszeit von nur ungefähr drei Jahren. Die Creuse wird auch die wilde oder japanische Auster genannt. Die Zeeuwse Creuse kommt nämlich ursprünglich aus Japan, hat sich aber inzwischen vollständig an das zeeländische Wasser angepasst.
Austern werden in Zeeland ausschließlich in der Oosterschelde und im Grevelingenmeer gefischt. Dort sind die Temperatur und der Salzgehalt ideal für das Wachstum von Austern. Sie nisten sich auf Austernbänken, werden mit Schleppnetzen (sogenannten ‚korren‘, sackförmigen Netzen) gefangen und danach in Austernbecken gelagert. In diesen Becken spülen die Muscheln schön sauber bevor sie verpackt werden.

Nachhaltig gefangen
In Zeeland werden jedes Jahr jährlich 35 Millionen Creuse und 700.000 platte Austern gefangen. Schon seit 2013 ist der Austernfang in Zeeland mit dem MSC-Gütesiegel ausgezeichnet. Dieses internationale Label ist ein Beweis dafür, dass die zeeländischen (Zeeuwse) Austern nachhaltig gefangen werden.

Austern essen
Im Restaurant werden Ihnen Austern in einer bereits leicht geöffneten Schale angeboten. Sie können Austern am besten roh mit etwas Zitronensaft und einer Prise schwarzem Pfeffer essen. Gutes Austernfleisch ist undurchsichtig, aber nicht zu grau, und frische Austern riechen nach Meer. Die Schale muss gut gefüllt sein. Beim Essen nehmen Sie darum auch einen Schluck Meerwasser zu sich. Man sollte eine Auster nicht auf einmal runterschlucken, sondern mindestens dreimal kauen, damit alle Aromen freikommen können. Ein frischer junger Weißwein passt perfekt zu einem Austernmahl.
Die beste Zeit zum Austernessen ist von Oktober bis April. Außerhalb dieser Monate vermehren sich die Austern, und das trübe Wasser in der Schale macht die Tiere weniger schmackhaft.

Selbst Austern sammeln
An einigen Orten in Zeeland können Sie selbst Austern pflücken. Das ist kostenlos bis zu 10 Pfund pro Person erlaubt!

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